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Version vom 28.03.2009
Erstversion vom 02.02.2009

Gefühlte Rendite

Können wir eigentlich Werte richtig einschätzen, die für Finanzentscheidungen notwendig sind? In Zusammenarbeit mit der Wissenschafts-Fernsehsendung Quarks & Co. habe ich ein kleines Quiz erstellt, das dass diese Frage untersucht. Hier gibt es die Hintergründe zu diesem Quiz, einschließlich der Auswertung (nachdem mir die Daten vorliegen).

Wie hoch ist eine Rendite?

Die WGZ-Bank hat eine interessante Studie durchgeführt, in der Menschen gefragt wurden, welche Rendite man in den vergangenen Jahrzehnten mit verschiedenen Anlagen erzielen konnte. Wenn Sie möchten, können Sie an dieser Steller auch einmal die Werte schätzen, bevor Sie weiterlesen:

Was glauben Sie – welche Rendite [in Prozent] wurde in den letzten 25 Jahren im Jahresdurchschnitt erzielt…

  • a) …mit Aktien des DAX?
  • b) …mit Bundesanleihen?
  • c) …mit Geldmarktanlagen? (z.B. Tagesgeld)
  • d) …mit Wohnimmobilien in Deutschland?

Die Durchschnitte der Antworten waren zu Aktien 13,3%, zu Anleihen 11,2% und zu Wohnimmobilien 15,2%. Insbesondere die Rendite von Wohnimmobilien wurde somit deutlich überschätzt. Tatsächlich erreichte in den zurückliegenden 25 Jahren die jährliche Rendite bei Aktien 11,5%, bei Anleihen 7,3% und bei Wohneigentum 7,4%.

In der Spieltheorie unterstellen wir oft „Rationalität“, wozu natürlich auch gehört, dass die Entscheider relevante Werte schätzen können. Doch schon diese einfache Studie deutet darauf hin, dass die „echte Menschen“ dazu nicht in der Lage sind. Wir liegen schon bei einfachen Einschätzungen völlig daneben. Schlimmer noch, wenn man die Befragten in Altersgruppen aufteilt, dann fällt auf, dass sie mit zunehmendem Alter besonders die Rendite von Immobilien noch mehr überschätzen als die Jüngeren. Man könnte also fast meinen, dass Lebenserfahrung hier sogar schädlich ist und wir mit zunehmendem Alter gewissermaßen zurückdummen. Aber keine voreiligen Schlüsse!

Was ist Rendite überhaupt?

Die einfache Gegenüberstellung der „wahren“ Rendite mit der geschätzten lässt die befragten Menschen auf den ersten Blick dumm erscheinen. Aber haben die Befragten überhaupt eine Angabe über die mathematische Rendite gemacht? Oder haben sie sich vielleicht statt dessen dazu geäußert, wie vorteilhaft die verschiedenen Anlageformen für reale Lebenssituationen gewesen wären?

Wir Menschen nehmen sehr oft derartige Transformationen vor. Wenn wir beispielsweise die Temperatur unserer Umgebung schätzen sollen, dann schätzen wir auch nicht die physikalisch messbare Temperatur, sondern wir schätzen einen Wert, der für unsere Lebenswirklichkeit von Bedeutung ist. Zum Beispiel hängt die Gefahr auszukühlen nicht nur von der physikalischen Temperatur ab, sondern auch von anderen Einflussfaktoren wie der Windgeschwindigkeit an der Hautoberfläche und der Luftfeuchtigkeit. Als Käufer moderner Sportkleidung kennen wir daher heutzutage auch den Begriff der „gefühlten Temperatur“ oder den „Windchill“. Vielleicht gibt es ja auch so etwas wie eine gefühlte Rendite, und die Befragten haben in Wahrheit nicht die einfache mathematische Rendite geschätzt, sondern einen anderen Wert, der für ihre Lebenswirklichkeit von viel größerer Bedeutung ist. Denn eine Immobilie bietet weitere Vor- und Nachteile, die in der reinen Renditerechnung nicht auftauchen:

Absicherung gegen schlechte Zeiten. Einmal angenommen, man hat für schlechte Zeiten gespart und muss jetzt von dem Ersparten leben. Wenn das Ersparte in Aktien steckt und die Aktienkurse gerade im Keller sind, dann hat man ein Problem. Hat man dagegen eine selbst genutzte Immobilie erworben, dann können einem Schwankungen auf dem Immobilienmarkt erst einmal kalt lassen, besonders wenn sie bereits abbezahlt ist. Die Investition in eine Immobilie hat somit einen weiteren Sicherheitsaspekt, den Aktien nicht haben.

Wertschwankungen. Erfahrungsgemäß schwanken die Preise für Immobilien weniger als die anderer Anlageformen. Das wird oft als ein entscheidender Vorteil von Immobilien angesehen. Es könnte aber auch sein, dass wir die Schwankungen der von Immobilienpreisen systematisch unterschätzten. Denn im Gegensatz etwa zu Aktien sehen wir bei Immobilien nicht jährlich nach ihrem Wert, sondern normalerweise erst nach wesentlich längeren Zeiträumen, zum Beispiel wenn wir die Immobilie wieder verkaufen wollen. Deshalb könnte es sein, dass wir den Vorteil der Wertbeständigkeit von Immobilien überschätzen.

Liquidität. Immobilien sind wesentlich schwerer handelbar als die meisten anderen Anlageformen. Das führt zu Inlexibilität und ist daher besonders dann ein großer Nachteil, wenn Mobilität gefragt ist.

Leverage-Effekt. Der Kauf von Immobilien hat gegenüber fast allen anderen Anlageformen noch einen weiteren Unterschied: man kauft hier meist auf Kredit. Da man auf diese Weise nur einen verhältnismäßig kleinen Anteil von Eigenmitteln einsetzt, wirken sich Änderungen des Immobilienwerts verstärkt auf diese Eigenmittel aus. Der Fachausdruck dafür heißt Leverage-Effekt (finanzieller Hebel). Auch wenn in die Rendite aus der Immobilie selbst eher gering ist, kann sie durch den Leverage-Effekt bezogen auf das Eigenkapital sehr hoch werden.

Inflation. In Zeiten hoher Inflation sind die Investitionen in Sachwerte generell von Vorteil. Menschen, die Erfahrung mit hohen Inflationsraten haben, werden daher tendenziell eine höhere Rendite von Immobilien „fühlen“. Dies gilt insbesondere im Vergleich zu Geldanlagen in verzinsliche Produkte.

Steuern. Bei einer langen Anlagedauer ist der Mehrgewinn aus einem Immobilienverkauf steuerfrei. Auch diesen Effekt werden erfahrene Anleger in die Einschätzung ihrer gefühlten Rendite mit einbeziehen.

Zwangsspareffekt. Wer eine Immobilie erwirbt, verpflichtet sich, über eine lange Zeit hinweg regelmäßig hohe Beträge an die Bank zu zahlen. Dies hat den gleichen Effekt, wie wenn man regelmäßig einen größeren Betrag spart. Diese erhöhte Spardisziplin führt auf lange Sicht zu einem erheblichen Vermögenszuwachs (allerdings zulasten des Konsums in früheren Lebensjahren).

Wie man sieht, gibt es eine Reihe guter Gründe, weshalb die Investitionen in eine selbstgenutzte Immobilie Vorteile bringt, die in einer reinen Renditebetrachtung der An- und Verkaufspreise unberücksichtigt bleiben. Wir Menschen haben möglicherweise feine Antennen, die uns in unserer Einschätzung auch derartige Dinge mitberücksichtigen lassen. Zu dieser Interpretation passt auch, dass ältere Menschen den Immobilien eine höhere gefühlte Rendite zuordnen als jüngere: erstens haben die älteren in ihrem Leben eher die Erfahrung gemacht, dass Menschen auf lange Sicht besser dastehen, wenn sie in Immobilien investiert haben. Zweitens hat die Forderung nach beruflicher Mobilität in den letzten Jahren zugenommen, so dass der Hauptnachteil einer Immobilie, die Inflexibilität, für die Älteren ein kleinerer Nachteil ist als für die Jüngeren.

Gibt es die „Gefühlte Rendite“ wirklich?

Meine Hypothese von der gefühlten Rendite ist zwar eine plausible Idee, aber es ist natürlich keineswegs sicher, ob sie zutrifft. Ich habe mir daher einige Fragen ausgedacht, die klären sollen, was Menschen wirklich denken, wenn sie das Wort „Rendite“ hören. In einem Online-Quiz der Sendung Quarks & Co. wurden daher einige Beispiele für Geldanlagen genannt und die Teilnehmer gefragt, wie groß sie die zugrunde liegende jährliche Rendite schätzen.

Die erste Frage bezieht sich auf die sachliche Nennung zweier Geldbeträge im Abstand von 30 Jahren, aus denen die Rendite geschätzt werden sollte:

Frage 1: Timo hat im Jahr 1978 150.000 Euro angelegt und sich seitdem nicht mehr darum gekümmert. Im Jahr 2008 hat er 500.000 Euro auf seinem Konto. [Wie hoch schätzen Sie die durchschnittliche jährliche Rendite in Prozent?]

Im Gegensatz zu der WGZ-Studie sind hier zwei konkrete Zahlenwerte genannt, die an dieser Stelle mit keiner speziellen Anlageform verbunden werden können. Der Befragte sollte sich an dieser Stelle möglichst keine konkrete Anlageform (wie Aktien oder Immobilien) vorstellen. Diese Frage sollte eine Einschätzung liefern, wie der reine Schätzfehler bei langfristigen Geldanlagen ausfällt. Aus sehr vielen Hörsaalexperimenten ist mir bekannt, dass Menschen nicht in der Lage sind, den langfristigen Verlauf einer exponentiellen Wachstumsfunktionen richtig einzuschätzen (mich selbst übrigens eingeschlossen). Die Formel, die dem Zinswachstum zugrunde liegt, lautet:
Kn = K0 * (1+i)^n

Kn = Kapital zum Zeitpunkt n
K0 = Kapital zum Zeitpunkt 0
i = Zinssatz

Ein Kapitalbetrag, der sich nach dieser Funktion vermehrt, wächst in absoluten Beträgen zuerst langsam und dann immer schneller. Wir denken intuitiv aber immer in linearen Zusammenhängen. Im obigen Beispiel können wir uns daher nicht vorstellen, dass ein kleines Wachstum von etwa 4,1% für diese gewaltige Kapitalsteigerung ausreicht und überschätzen daher die Rendite erheblich, die uns notwendig erscheint, damit dieser Zuwachs erreicht wird. Dass dieser Schätzfehler eintritt, ist zu erwarten, und daher dient die Frage im wesentlichen dazu, einen Vergleichspunkt für die folgenden Fragen festzulegen. Betrachten wir nun das nächste Beispiel:

Frage 3: Michaela legt ebenfalls im Jahr 1978 150.000 Euro an. Auch sie lässt ihr Geld bis zum Jahr 2008 auf ihrem Konto. Allerdings sieht Michaela alle fünf Jahre kurz nach, wie sich ihr Geld entwickelt hat. Dabei stellt sie folgende Renditen fest:

bis 1983: +10%
bis 1988: -10%
bis 1993: +80%
bis 1998: -20%
bis 2003: +110%
bis 2008: +12%

Wenn man ausrechnet, auf welchen Endwert das Anfangskapital bei diesen Renditen ansteigt, dann erhält man die ziemlich genau den gleichen Betrag wie im Beispiel 1, also etwa 500.000 €. Folglich muss die durchschnittliche jährliche Rendite hier ebenso groß sein wie im Beispiel 1. Ziel dieser Frage ist es herauszufinden, ob wir bei dieser Darstellung des Problems einen systematisch anderen Schätzfehler machen als im ersten Beispiel. Das Problem des exponentiellen Wachstums wird hier noch verschärft, weil die negativen Prozentsätze von oben nach unten gerechnet andere absolute Werte ergeben als von unten nach oben. Wenn zum Beispiel ein Betrag von 100 € erst um 10% fällt und anschließend wieder um 10% steigt, dann führt dies nur zu einem Wert von 99 €.

Frage 4: Andreas macht es wie Michaela, er sieht aber nur alle fünfzehn Jahre nach dem Geld:

bis 1993: +78%
bis 2008: +88%

Auch hier entsteht aus dem Anfangskapital von 150.000 € der gleiche Endwert wie bei den beiden vorangegangenen Beispielen. Hier lassen wir uns in die Irre führen, weil die beiden hohen Prozentsätze jeweils für einen 15-Jahres-Zeitraum gelten, wir es aber gewohnt sind, Prozentsätze für ein einzelnes Jahr zu vergleichen.

In diesen drei Fragen ging es zunächst darum, die Schätzfehler unter bestimmten Darstellungsformen zu erfahren. Zwei Tests zur gefühlten Rendite folgen nun:

Frage 5: Welche Geldanlage erscheint Ihnen rückblickend als die riskanteste?

Obwohl allen drei Fällen die gleiche durchschnittliche jährliche Rendite zugrunde liegt, finden wir das Beispiel mit den vielen Zwischenwerten am riskantesten (zumindest ist dies das Ergebnis meiner Vorstudien). Allein durch die Nennung von Zwischenwerten wird uns nämlich bewusst, dass es überhaupt Schwankungen gibt, und besonders die negativen Schwankungen nehmen wir überspitzt wahr. Das Beispiel, in dem nur der Endwert nach 30 Jahren genannt wird, empfinden wir daher als am wenigsten riskant. Und das, obwohl wir in Wahrheit gar nicht wissen, ob es in der Zwischenzeit eventuell genauso stark oder sogar stärker geschwankt hat als der Kapitalbetrag in den beiden anderen Beispielen. Dieser Effekt könnte gerade bei Immobilienbesitz auftreten, weil man bei ihm in der Regel ebenfalls nur den Anfangs- und den Endwert kennt. Bei Aktien dagegen wird einem mit jedem Blick auf den Depotstand bewusst, dass die Werte auch stark schwanken können.

Frage 6: Welche der genannten Personen wären Sie am liebsten gewesen?

Frage 7: Wir geben Ihnen jetzt folgende Zusatzinformation: Timos Geldanlage war der Kauf eines Reihenhauses im Jahr 1978. Er hat das Haus zwischenzeitlich selbst bewohnt und im Jahr 2008 wieder  verkauft. Dagegen haben Michaela und Andreas in der gleichen Zeit ausschließlich  in Aktien investiert. Welche der genannten Personen wären Sie jetzt am liebsten gewesen?

Die Antwort auf Frage 6 ist im wesentlichen Geschmacksache und hängt von den vorangegangenen Schätzfehlern und der persönlichen Risikoeinstellung ab. Frage 7 hingegen gibt nun eine Zusatzinformation, die die bisher neutrale Geldanlage als eine Immobilieninvestition kennzeichnet. Wenn die These richtig ist, dass Menschen die Nichtrendite-Vorteile einer Immobilienanlage erkennen, dann sollten viele Befragte nun umschwenken und die Immobilieninvestition bevorzugen. Ob das tatsächlich passiert, wird sich natürlich erst bei der Auswertung der Daten zeigen.

Zusätzlich zu den Fragen zur gefühlten Rendite gibt es noch Frage 2, die wir bisher ausgelassen haben:

Frage 2: Wie sicher sind Sie, dass Ihre Schätzung von eben in etwa (d.h. +/- 2 Prozentpunkte) korrekt ist?

  • - sehr sicher (zu über 90% sicher)
  • - ziemlich sicher (zu über 70% sicher)
  • - keine Vorstellung (zu etwa 50% sicher)
  • - eher unsicher (zu unter 30% sicher)
  • - eher unsicher (zu unter 10% sicher)

Da es hier leicht möglich ist zu überprüfen, ob die gegebene Antwort tatsächlich zugetroffen hat, kann man sehen, ob sich die Befragten in der Summe unter- oder überschätzt haben. Zum Beispiel sollten in der Klasse derer, die sich zu über 90% sicher waren, nur 10% falsche Antworten zu finden sein. Sehr oft kommt es bei Fragen dieser Art zur „Overconfidence“, also der Erscheinung, dass sich Menschen ihre Sache zu sicher sind. Allerdings besteht bei allen Finanzthemen eine ausgeprägte Tendenz, sich einschüchtern zu lassen. Diese Frage soll untersuchen, welche der beiden Effekte überwiegt.

 

So viel schon einmal als Hintergrundinformation für all diejenigen, die bei dem Quiz mitgemacht haben. Sobald mir die Daten vorliegen, werde ich sie ausführlich auf die oben genannten Fragestellungen hin untersuchen und dann an dieser Stelle schon einmal vorab die Ergebnisse veröffentlichen.

Also besuchen Sie diese Seite in einigen Monaten wieder (die in der ersten Veröffentlichung dieses Beitrags genannten „Wochen“ waren etwas zu optimistisch…). Und bis dahin können Sie ja schon mal mein Spieltheorie-Buch lesen oder – wenn Sie wissen möchten, wie man Spieltheorie im Geschäftsleben anwendet – das von ihr herausgegebenen Buch Coopetition😉

2 Gedanken zu „gefuehlte-rendite

  1. Hallo,

    zum Beitrag „gefühlte Rendite“ eine Anmerkung:

    Die Fragen 6 und 7 zielen auf die Untersuchung der Bewertung verschiedener genannter „Nichtrendite-Effekte“ ab.
    Jedoch ist ein relevanter Renditeaspekt gar nicht berücksichtigt oder bewusst weggelassen worden. Sowohl Aktien- wie Immobilieninvestor haben im Beispiel den gleichen Betrag investiert und erwirtschaftet. Allerdings hat der Immobilieninvestor in den 30 Jahren eine zusätzliche monatliche Rendite erhalten in Form seiner ersparten Miete, die er bei einer eigengenutzten Immobilie ja nicht mehr zu entrichten hat, während die Aktieninvestoren weiterhin monatlich Miete zu entrichten hatten.
    Wenn man dies mit berücksichtigt, ist es (in diesem konkreten Beispiel) aus reinen Renditeaspekten kaum rational möglich, die Immobilienanlage nicht zu bevorzugen.

    Bleibt ein grundsätzlich zwischen Aktie und Immobilie indifferenter Mensch trotz der Zusatzinfo von Frage 7 indifferent, hat er diesen Renditeaspekt möglicherweise einfach nicht berücksichtigt. Ändert sich seine Präferenz, dann möglicherweise, weil er ihn berücksichtigt hat. Also haben sie nun zwei mögliche Effekte – einen Renditeabhängigen, einen Renditeunabhängigen – die den Wechsel bewirken können, damit können Sie den Sie interessierenden „Nichtrenditeeffekt“ nicht mehr quantifizieren. Ohne den genannten zusätzlichen Renditeeffekt auszuschließen, kann die Studie meiner Meinung nach keine haltbaren Ergebnisse liefern (außer eventuell der Tatsache, daß viele Teilnehmer den Effekt vergessen haben, falls das eines Ihrer Ziele ist). Dazu müssten weitere – hypothetische – Annahmen getroffen werden.

    Um beide Investitionen vergleichen zu können, müsste die Zusatzinfo gegeben sein, daß der Immobilieninvestor anstatt seiner Miete eine Grundschuld abbezahlt mit einer Annuität, die im Aufwand genau der ersparten monatlichen Miete entspricht (unter Vernachlässigung oder Diskontierung der Tatsache, daß Mieten steigen und Annuitätendarlehen während ihrer Laufzeit i.d.R. konstant bleiben).

    Anmerkung: Dies ist wohl ohnehin der realistischere Fall, da man sowohl an Ihrem Arbeitsplatz – Frankfurt – wie auch in meiner Stadt für 150.000 € höchstens noch ein überdachtes Kochklo bekommt …

    Nach so viel Besserwisserei noch ein ebenso ernst gemeintes Kompliment für Ihre Seite, da sie sehr praktische und gut verständliche Denkanregungen gibt, die ich gerne nutze.

    Schöne Grüße

    1. Vielen Dank für den Hinweis. Ich fürchte, Sie haben recht und wahrscheinlich war das eine unglückliche Entscheidung in dem Design, die verhindert hat, dass wir die Ergebenisse richtig interpretieren konnten.

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